Denbac
Eine emblematische französische Steinzeugmanufaktur in Vierzon
Denbac ist der Markenname, unter dem die Produkte der Firma Denert et Balichon vertrieben werden, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Vierzon im Cher ansässig war. Gegründet vom Keramiker René Denert im Jahr 1908, schloss sich das Unternehmen 1910 mit René-Louis Balichon zusammen, woraus eine strukturierte Produktion entstand, die in den 1920er Jahren den Namen Denbac annahm.
Der Name „Denbac“ entstand übrigens direkt aus der Kontraktion der Namen der beiden Partner, ein Symbol für die Zusammenarbeit zwischen künstlerischem Know-how und kommerzieller Entwicklung.
Eine charakteristische Produktion: geflammtes Steinzeug
Die Manufaktur Denbac ist besonders bekannt für ihr geflammtes Steinzeug, eine Technik, bei der Emaille-Effekte mit wechselnden, manchmal metallischen Reflexionen erzeugt werden.
Die Produktionen umfassen:
- dekorative Vasen
- Krüge und Gebrauchsgegenstände
- Werbefläschchen
- Kunstobjekte aus Steinzeug
Diese Stücke zeichnen sich aus durch:
- nuancierte und unregelmäßige Emaille-Effekte
- tiefe Farben (Brauntöne, Grüntöne, Blautöne, Ocker)
- Formen, inspiriert vom Jugendstil und später vom Art déco
Die Manufaktur hat über 700 verschiedene Modelle produziert, was von einer großen Schaffenskraft zeugt.
Eine Geschichte, geprägt von drei großen Perioden
Die Entwicklung von Denbac lässt sich in mehrere Phasen unterteilen:
- 1908–1910: handwerkliche Produktion unter René Denert
- 1910–1920: Entwicklung mit Balichon, Diversifizierung der Formen
- 1920er–1952: Produktion unter der Marke Denbac, die bekannteste Periode
Nach dem Tod von René Denert im Jahr 1937 verlangsamte sich die Aktivität und wurde während des Zweiten Weltkriegs unterbrochen, bevor sie mühsam wieder aufgenommen wurde. Die Manufaktur stellte ihre Tätigkeit 1952 endgültig ein.
Signaturen und Identifizierung von Denbac-Stücken
Denbac-Stücke sind in der Regel an der Basis markiert, mit mehreren Varianten:
- Signatur „Denbac“
- „Denert“ (alte Stücke)
- „Denert & Balichon“
- Modellnummer (sehr häufig)
Modellnummern sind für die Identifizierung besonders nützlich, da sie präzisen Formen im Katalog entsprechen.
Im Gegensatz zu anderen Manufakturen ist die Denbac-Signatur oft gut lesbar, was die Identifizierung für Sammler erleichtert.
Wie erkennt man Denbac-Steinzeug?
Denbac-Keramiken weisen typische Merkmale auf:
- dickes und solides Steinzeug
- geflammte oder nuancierte Glasuren
- metallische oder glänzende Reflexe
- einfache, aber elegante Formen
Der „lebendige“ Aspekt der Glasur mit Farbvariationen ist ein wesentliches Erkennungsmerkmal.
Wert und Markt für Denbac-Keramiken
Denbac-Keramiken sind heute bei Liebhabern französischer Keramik sehr begehrt.
Als Anhaltspunkt:
- kleine Vasen: 40 € bis 100 €
- dekorative Vasen: 80 € bis 200 €
- aufwendigere oder seltene Stücke: 150 € bis 350 €
- wichtige oder begehrte Modelle: 300 € bis 600 €+
Die Preise variieren je nach:
- Qualität der Glasur
- Form
- Größe
- Seltenheit des Modells
Warum Denbac heute sammeln?
Denbac-Keramiken bieten zahlreiche Vorteile:
- eine französische Produktion vom Anfang des 20. Jahrhunderts
- ein wiedererkennbarer und dekorativer Stil
- eine große Vielfalt an Modellen
- ein noch zugänglicher Markt
Sie werden besonders für ihre warme Ästhetik und ihre Fähigkeit geschätzt, sich in zeitgenössische Interieurs einzufügen.
Eine heute nicht mehr existierende Manufaktur
Die Schließung der Manufaktur im Jahr 1952 markiert das Ende der Denbac-Produktion. Heute sind diese Stücke ausschließlich auf dem Antiquitätenmarkt erhältlich, was ihr Interesse für Sammler verstärkt.
Unsere Auswahl an Denbac-Keramiken
Bei Arphilex wählen wir Denbac-Stücke aufgrund ihrer Qualität, Ästhetik und ihres dekorativen Interesses aus. Jedes Objekt wird präzise beschrieben, um volle Transparenz über seinen Zustand, seine Signatur und seine Eigenschaften zu gewährleisten.
Suchen Sie ein bestimmtes Denbac-Modell? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, wir können Sie bei Ihrer Suche unterstützen.